LIMAK Train-the-Trainer Workshop (Teil 1) – Wenn LIMAK Trainer mit- und voneinander lernen

Mittwoch
11
März

Ende Februar wurde an der LIMAK zu einem Train-the-Trainer und Co-Creation Prozess für und mit bestehende/n Leadership Trainer/innen eingeladen. Das Ziel war klar: sich in Theorien und Methoden zum Thema Leadership vertiefen und gemeinsam in den Austausch zur didaktischen Vermittlung kommen.

Die erste Herausforderung war der Rollenwechsel vom taktangebenden Trainer/ der taktangebenden Trainerin in die Position des lernenden Teilnehmers/ der Teilnehmerin. „Anfangs war der Switch in die Teilnehmerrolle schwierig, aber mit der Zeit sogar sehr angenehm. Schön, wenn man selbst lernen darf, einem die dafür passenden Strukturen vorgegeben werden und man nicht immer im Mittelpunkt steht“, so der O-Ton der Trainer/innen.

Ausgangspunkt und Rahmen für den Austausch bildete der „Performance Core“ – ein Konzept des akademischen Leiters des Leadership Experience Blocks im Rahmen des LIMAK MBA, Univ-Prof. MMag. Dr. Wolfgang Güttel, der Leistung in Unternehmen erklärt und das Zusammenspiel von Individuum, Gruppe und Organisation beschreibt.

Anhand von Cases wurden in Kleingruppen in einem ersten Schritt Modelle und Theorien gesammelt, die das Verhalten von Menschen erklären, erfolgreiches Führungsverhalten definieren, individuelle Motivation und Team-Performance beschreiben, sowie sich mit Herausforderungen von Führungskräften beschäftigen. Die Fülle war groß, jedoch stellte sich bald heraus, dass es besonders gängige „State-of-the-Art-Modelle“ gibt, die der Großteil der TrainerInnen in den Modulen behandelt. Diese decken sich auch mit den Ergebnissen der deutsch- und englischsprachigen Lehrbuchanalyse, die im Vorfeld von Victoria Langbauer, BSc. (LIMAK IN.SPIRE) durchgeführt wurde. Entlang dieses definierten wissenschaftlichen Rahmens wurden in einem zweiten Schritt didaktische Elemente und Methoden gesammelt, anhand derer die Modelle und Theorien für Führungskräfte im Training greifbar gemacht werden können. Es wurden fleißig passende Filmsequenzen, konkrete Cases, Übungen sowie auch Möglichkeiten des „spielerischen“ Lernens mittels Lego Serious Play ausgetauscht, anhand derer sich wissenschaftlich-fundierte Theorien gut veranschaulichen lassen und der Praxistransfer unterstützt wird. Die Fülle der unterschiedlichen Zugänge zeigte, wie kreativ Lernen passieren kann und was es benötigt, um nachhaltigen Nutzen stiften zu können.

Ergänzt wurde der Input durch didaktische Elemente aus dem Themenfeld der systemischen Beratung, angeleitet von Mag. Julia Stöger, die im Bereich IN.SPIRE in der Konzeption und im Projektmanagement tätig ist. Durch das Aufzeigen eigener Denkweisen und Verhaltensmuster sowie das Wirken von Gruppendynamiken wurden bei jedem/bei jeder Einzelnen die individuelle Reflexion angeregt und spannende Diskussionen entfacht.

Die drei intensiven Tage forderten viel Energie, aber förderten umso mehr den Austausch und das Miteinander zwischen LIMAK und der LIMAK Faculty und bereicherten alle Teilnehmenden.

„Durch viele coole TrainerInnen mit Ideen an einem Ort und Wolfgang Güttel mit der Ergänzung von weiteren spannenden wissenschaftlichen Theorien entstand ein großes Bild, das einen übersichtlichen Rahmen bildet“, war die Rückmeldung eines Trainers im Zuge der Feedback-Session.

Der Wunsch nach mehr ist bei allen Beteiligten groß und Teil 2 der Co-Creation Serie mit dem Fokus auf Organisation und Change-Management folgt bereits im Dezember.