Look! Salzburg – Mut zu Neuem

Mittwoch
24
Februar

Senior Director der Lenzing Gruppe Mag. Waltraud Kaserer erzählt in der Februar-Ausgabe des Magazins „Look! Salzburg“, wie ihr der LIMAK MBA „New Business Development in the Digital Economy“ hilft,  den aktuellen Trends der Digitalisierung zu folgen und am Puls der Zeit zu bleiben.

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Mut zu Neuem

Auch 2021 werden sich wieder sieben Frauen über ein Teilstipendium freuen (mehr im Kasten rechts). Ein LIMAKLehrgang gestaltet sich als Bereicherung, privat wie im Beruf. Waltraud Kaserer, Senior Director bei der Lenzing Gruppe, ist bereits begeisterte LIMAK-Teilnehmerin und teilt ihre Erfahrungen.

Unsichere Zeiten sind perfekt für neue Perspektiven. Mehr als 15.000 Führungskräfte und über 1.000 MBA- und Masterabsolventinnen und -absolventen vertrauten bereits auf die LIMAK als Kompetenzzentrum für Weiterbildung. Angesichts der Corona-Pandemie hat das in Linz ansässige Institut die Digital Learning Angebote weiter ausgebaut, jedoch wird Präsenz bei MBA Programmen und Universitätslehrgängen weiterhin im Fokus stehen. Auch Kommunikationsexpertin Waltraud Kaserer entschied sich für diesen Weg, um die Digitalisierung bei der Lenzing AG weiter zu forcieren. Seit März 2020 startet die Salzburgerin an der LIMAK mit dem MBA „New Business Development in the Digital Economy“ durch.

Frau Kaserer, Sie sind erfahrene PR-Frau, haben die Onlineauftritte renommierter deutscher Medien aufgebaut, waren Pressesprecherin von Wirtschaftsminister Mitterlehner, Journalistin und Mitglied der Chefredaktion, Unternehmenssprecherin des Jahres 2018 in der Industrie und sind aktuell Senior Director beim internationalen Faserkonzern Lenzing AG. Was waren für Sie persönlich die spannendsten Etappen auf Ihrem bisherigen Karriereweg?

Jede Station hatte ihre besonderen Höhepunkte. Beim Aufbau von Spiegel Online und der Gründung der Financial Times Deutschland war es der Start-up-Geist. Es hat unglaublich Spaß gemacht, etwas ganz Neues aufzubauen. Im klassischen Journalismus habe ich die Begegnungen mit interessanten Persönlichkeiten wie Henry Kissinger, Warren Buffet und zahlreichen Firmenchefs genossen. Diese Jahre in Wien, Hamburg, Berlin und Washington waren toll. In der Politik habe ich die Dinge dann aus einer neuen Perspektive gesehen. Bei der Lenzing AG kann ich diese unterschiedlichen Erfahrungen verbinden – in internen und externen Projekten, zum Beispiel dem Weltwirtschafsforum.

Digitale Geschäftsmodelle begleiten Ihren Lebensweg seit mehr als zwei Jahrzehnten. Warum war es Ihnen wichtig, nun über die LIMAK den MBA für „New Business Development in the Digital Economy“ zu erwerben?

Ich habe mein ganzes Leben lang Neues gelernt und will jetzt nicht damit aufhören. Gerade weil ich mich seit fast 25 Jahren mit Digitalisierung beschäftige, reizen mich die aktuellen Trends. Und hier leistet die LIMAK mit ihrem Bildungsprogramm hervorragende Arbeit.

Was konnten Sie sich bisher Positives vom LIMAK-Lehrgang mitnehmen?

Mit der Digitalisierung der Lehre mithilfe von Zoom-Konferenzen kenne ich mich inzwischen perfekt aus (lacht). Aber im Ernst: Es ist leicht, über Digitalisierung zu reden. Aber es ist etwas anderes, sie ganz konkret im Unternehmen umzusetzen, denn für jeden einzelnen Unternehmensprozess gibt es andere Ziele, Chancen und Werkzeuge. Und jedes einzelne Unternehmen hat dann noch eigene Strukturen. Die Best-Practice-Beispiele im LIMAK-Lehrgang haben mir gezeigt, wie komplex, aber auch wie spannend das ist.

Wo absolvieren Sie den LIMAK-Lehrgang und wie gut sind die Lernformate mit der Arbeit vereinbar?

Ich habe mich für den MBA-Lehrgang in Linz entschieden, was ich gut mit meiner Arbeit verbinden kann. Die Vortragenden sind sehr gut. Natürlich muss man auch freie Tage und Wochenenden aufwenden um die Lerninhalte des allgemeinen Managements, der Leadership Competence und eben der Spezialisierung Digitalisierung zu verinnerlichen. Aber die Themen sind so spannend, dass zumindest ich das sehr gerne mache.

Was haben Sie im Laufe Ihrer Tätigkeiten als Pressesprecherin, Kommunikationsstrategin, Führungsverantwortliche, Projektleiterin, Journalistin, Lehrbeauftragte und Netzwerkerin über sich selbst gelernt?

All diese unterschiedlichen Bereiche haben eine große Gemeinsamkeit: Ideen, Konzepte und Strategien sind wichtig, aber bei weitem nicht so wichtig wie die gute Zusammenarbeit der beteiligten Menschen. Mir macht es am meisten Spaß, durch das Reden Leute zusammenzubringen.

In welche Richtung wollen Sie Ihre Karriere weiter forcieren?

Bei der Lenzing AG arbeitete ich an der Digitalisierung der Produktion eines jeden Kleidungsstückes mit: Ausgehend vom Baum, der zu Zellstoff und zur Faser wird, bis zum Weben oder Stricken und Konfektionieren des Textils und dem Verkauf im Geschäft. Die Konsumenten werden künftig durch Einscannen das Barcodes entscheiden können, ob sie ein T-Shirt wählen, das einen hohen oder niedrigen ökologischen Fußabdruck hat. Diese Verbindung von Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit fasziniert mich besonders und bietet viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Wie halten Sie Ihre Work-Life-Balance in der Waage?

Mit Sport, mit Kunst und Kultur und mit schönen Abenden in Gesellschaft guter Freunde. Gerade jetzt habe ich wieder gemerkt, wie sehr mir das fehlt.

Ihr Motto?

Nach Konfuzius – der am gleichen Tag geboren ist wie ich, nur einige Jahre früher (lacht): Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag mehr zu arbeiten.