中国 STUDY TRIP NACH PEKING UND SHANGHAI 中国

Mittwoch
5
Juni

Eine Woche lange hat die LIMAK Austrian Business School im Zuge des Study Trips mit ihren Teilnehmer/innen China unsicher gemacht! Neben interessanten Vorlesungen standen auch spannende Firmenbesuche am Programm.

Obwohl die Wetterbedingungen am ersten Tag regnerisch wie in Österreich waren, gab es zur Akklimatisierung zuerst mal ein Sightseeing Programm mit der Besichtigung des Kaiserpalasts und der Chinesischen Mauer. Danach haben die Teilnehmer/innen auf der Tsinghua School of Economics and Management Vorlesungen besucht. Rasant ging es dann weiter, und zwar mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Shanghai! Dort wurde die Theorie, die in den Tagen zuvor auf der Universität gelehrt wurde, nun um die Praxis ergänzt. Es standen drei Firmenbesuche am Programm: AVL List, XNode und Engel. AVL List ist ein Unternehmen für die Entwicklung von Antriebssystemen sowie dazugehörende Simulation und Prüftechnik, XNode hilft Startups, Entrepreneurs & Corporate Innovators bei Innovationen und Engel produziert Großmaschinen.

Lotto spielen für teure Autolizenz

Dr. Frank Beste, General Manager der AVL List präsentierte sowohl den chinesischen Markt und auch die Automotiv-Industrie in China und Entwicklungen der AVL List. E-Autos würden in China sofort eine Zulassung bekommen, während man für alle anderen Autos in der Lotterie um eine Erlaubnis, das Auto anzumelden, spielen müsse. Diese Lizenz ist dann aber sehr kostspielig. Weitere Themen, die mit Dr. Beste behandelt wurden, sind die schwierigen klimatischen Bedingungen in China. Im Norden habe man -46 bis -49 Grad, während im Süden wüstenähnliche Verhältnisse vorherrschen. Auch das Erfolgsgeheimnis der Chinesen wurde verraten: Wichtig sei es, echte Beziehungen aufzubauen, um Karriere zu machen.

Dies bestätigte auch Luuk Elien, Head of Innovation von XNode. Die Kunst des Erfolgs sei es, gut vernetzt zu sein, denn nur wenn man sich in dem Bereich, den die Regierung vorgibt, bewegt, kann man eine steile Karriere hinlegen. Seines Erachtens unterschätze der gesamte Westen die Innovationskraft der Chinesen massiv, denn die Firmen würden nur als Copy Cats angesehen werden. Das Prinzip des Kopierens werde zwar grundsätzlich angewandt, aber man entwickle nun viel weiter, wie es zum Beispiel bei WeChat der Fall sei, das auf Whatsapp basiert. Mit WeChat kann man aber mittlerweile auch bezahlen und vieles mehr. Vorteile, dass es in China zu vielen Innovationen kommen kann, sieht er darin, da es viele Barrieren wie in Europa (Beispiel Datenschutzgrundverordnung) in China nicht gebe. Alles einfach mal ausprobieren!

Schnelleres Arbeiten aufgrund fehlender Auflagen

Von den niedrigeren Barrieren profitiert auch die Firma Engel, sagt Peter Garimort, General Manager von Engel in China. So können zum Beispiel Schwermaschinen drei bis vier Tage nach Fertigstellung ausgeliefert werden, weil es aufgrund der weitläufigen Infrastruktur keine Auflagen zu Sondertransporten im Straßenverkehr gibt.

Zum Abschluss gab es dann noch eine Vorlesung von Zheng Han, Professor an der Tongji University. Der Deutsch-Chinese kennt den europäischen und den chinesischen Markt sehr gut und konnte alles noch einmal zusammenfügen und das Programm abrunden. Die begeisterten Teilnehmer/innen hatten es sich nach dieser ereignisreichen Woche redlich verdient, den letzten Abend mit einem Cocktail in der Rooftop Bar ausklingen zu lassen.