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DIE DEKONSTRUKTION DER ABGESCHLOSSENEN BILDUNG

Die Dekonstruktion
der abgeschlossenen Bildung

Sich immer schneller verändernde Rahmenbedingungen sowie die wachsende internationale Konkurrenz am Arbeitsmarkt machen es notwendig, ständig am Laufenden zu bleiben.

Gerhard Leitner und Robert Breitenecker betonen im Gespräch, dass sich die LIMAK als lebenslange Lernbegleiterin für Führungskräfte sieht, die das passende Format für die aktuelle Karriere- und Lebenssituation bietet.

Interview mit Mag. Gerhard Leitner, MSc
(Geschäftsführer LIMAK) und
Univ.-Prof. Mag. Dr. Robert Breitenecker
(Wissenschaftlicher Leiter LIMAK)

Limak-business-school-interview

Das Anforderungsprofil an Manager und Führungskräfte wird immer größer. Studium, Engagement und Begabung sichern keinen Platz in den ersten Reihen. Gefragt ist der Wille zum Upgraden des eigenen Wissens – eine Idealsituation für eine seit Jahrzehnten arrivierte Business School?

Gerhard Leitner:

In der heutigen Zeit ist es von großer Bedeutung, Wissen, aber auch das Führungsverhalten permanent weiterzuentwickeln. Die Dynamik der Märkte, Globalisierung versus Regionalisierung, regionale Wertschöpfungsketten versus globale Wertschöpfungsketten, aber auch Themen wie die Pandemie führen dazu, dass man als Führungskraft gefordert ist, immer am Puls der Zeit zu sein. Ich spreche Digitalisierung und Nachhaltigkeit an. Diese Themen sind substanziell. Sie machen die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle notwendig. Man muss sich daher mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen und beobachten, wie man sie für das eigene Unternehmen erfolgreich umsetzen kann. Andererseits bedarf es der Weiterentwicklung der Leadership-Kompetenzen. Führung hat viel damit zu tun, wie es den Mitarbeiter/innen geht, wie sie den Arbeitsalltag gestalten, wie sie am besten eingesetzt werden. Man ist als Führungskraft gefordert, an seiner Persönlichkeit zu arbeiten, sich immer weiterzuentwickeln, das eigene Verhalten zu reflektieren und auch zu erkennen, was zur jetzigen Zeit und Situation passt. Management alleine reicht nicht aus. Deswegen ist bei unseren akademischen Programmen die Entwicklung der Leadership- und Change-Kompetenzen ein zentraler Baustein.

Robert Breitenecker:

Vielen unserer Teilnehmer/innen ist bereits bewusst, dass man sich ständig weiterbilden muss. Darum suchen sie den Weg zur LIMAK. Wir bieten ihn ein entsprechendes Angebot, speziell im Bereich Leadership und Management.

 

„Eine Management-Ausbildung ohne der Berücksichtigung einer internationalen Perspektive geht gar nicht mehr.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Robert Breitenecker

Wissenschaftlicher Leiter LIMAK

Die LIMAK und die Johannes Kepler Universität (JKU) besitzen eine gemeinsame Geschichte und sind von der pulsierenden Industrieregion Oberösterreich geprägt. Wie intensiv wird der wissenschaftliche Austausch gepflegt oder ist man beinahe Konkurrent?

Robert Breitenecker: Die JKU ist Gründungsmitglied der LIMAK und wir sind somit seit 1989 eng miteinander verbunden. Viele der LIMAK Vortragenden haben einen JKU Hintergrund. Wir arbeiten aber auch eng mit der FH OÖ zusammen. So können wir ein sehr gutes, wissenschaftsorientiertes, aber vor allem sehr praxisnahes Portfolio bieten. Viele unserer Lektor/innen sind Teil der internationalen Wissenschaftscommunity und bringen dadurch neue Erkenntnisse und Perspektiven in unsere Programme ein.

Seit Juni 2021 sind wir der JKU auch räumlich ein Stück näher gerückt. Den Teilnehmer/innen steht ein 800 Quadratmeter großes Lernzentrum mit multimedialer Ausstattung am attraktiven JKU Campus zur Verfügung. Unsere Programme im wissenschaftlichen Bereich sind Programme der JKU. Das heißt, sie werden gemeinsam mit der JKU und den akademischen Leiter/innen entwickelt und anschließend von der JKU geprüft und genehmigt. Die Teilnehmer/innen sind deshalb, wenn sie ein akademisches Programm bei uns besuchen, Studierende der JKU.

Gerhard Leitner: Wir sind mit der postgradualen Weiterbildung die ideale Ergänzung zu einer Volluniversität, wie es die JKU ist. Wir haben seit 2018 auch einen Standort in Wien, der sich sehr erfolgreich entwickelt.

Jede Weiterbildung vergrößert das Karriereangebot. Inwieweit fördern und unterstützen Unternehmen die Bildungsambitionen Ihrer Mitarbeiter/innen?

Gerhard Leitner: Es gibt drei Stoßrichtungen, die wir identifizieren. Die eine ist, dass uns Unternehmen bewusst als Partnerin auswählen, um ihre Führungskräfte bei uns weiterzubilden. Hier gibt es viele renommierte Unternehmen, die seit vielen Jahren die LIMAK als Weiterbildungspartnerin für ihr Management wählen. Die zweite ist der Wille der Teilnehmer/innen, die sich weiterentwickeln und damit einen Mehrwert für sich, aber auch für das Unternehmen schaffen wollen. Viele Unternehmen schätzen und fördern das. Die dritte Gruppe sind jene, die das alleine auf ihre Kappe nehmen und die Weiterbildung in erster Linie als Investment in sich selber sehen.

Es ist heutzutage besonders wichtig, den Mitarbeiter/innen die Möglichkeit der Weiterbildung zu bieten und dass diese das Wissen auch im Unternehmen weitertragen. Schließlich ist es auch eine Investition für das Unternehmen und die Mitarbeiter/innen zahlen dies durch Leistung, aber auch Loyalität zurück.

Internationalität ist Ihnen in allen Belangen höchst wichtig: bei den Bildungsformaten, den Vortragenden und den Unternehmen, mit denen Sie kooperieren. Können Sie dadurch Ihr Programm bei Veränderungsströmen besonders schnell anpassen?

Robert Breitenecker: Eine internationale Perspektive ist bei allen Management Programmen wichtig, da man sich immer in einem globalen Marktumfeld bewegt. Unsere international ausgewiesenen Lektor/innen gewährleisten, dass nicht nur regionale Kenntnisse vermittelt werden. Wir arbeiten mit internationalen Partnern aus den Innovation Hotspots (San Francisco, Silicon Valley, Shanghai, Shenzhen) zusammen. Unsere Teilnehmer/innen haben die Chancen, weit über den Tellerrand zu blicken.

Haben aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen bei der Erstellung der einzelnen Formate einen Einfluss? Wie spontan und flexibel passen Sie diese an?

Gerhard Leitner: Wir heften uns an die Fahne, dass wir die innovativste Business School Österreichs sind. Wir haben über unser Geschäftsfeld IN.SPIRE (maßgeschneiderte Inhouse Führungskräfteentwicklung) jeden Tag Kontakt mit top Entscheidungsträgern und wissen, welche Trends und Marktentwicklung wirklich relevant für die Unternehmen und deren Führungskräfte sind.

Wir integrieren diese Erkenntnisse über unser Development Center in das akademische Programmangebot und waren garantiert die Ersten, die zum Thema Digitalisierung ein umfangreiches Portfolio gehabt haben. Gleiches gilt für das Thema Nachhaltigkeit/Circular Economy. Hier bieten wir neben einem Online Diplomlehrgang auch einen Universitätslehrgang, einen Master in Management (MIM) und einen MBA an.

Auch beim Thema Digitales Lernen sehen wir uns als Vorreiter. Speziell dieses Thema hat durch die Corona Krise einen irrsinnigen Schub bekommen. An der LIMAK stehen weiterhin die Präsenzlehrveranstaltungen im Fokus, jedoch setzen wir dort, wo es sinnvoll ist, digitale Lernelement als Ergänzung ein und bieten damit ein didaktisch durchdachtes Blended Learning Konzept, dass unseren Teilnehmer/innen sowohl einen intensiven persönlichen Erfahrungsaustausch als auch größtmögliche Flexibilität bietet.

Sind die Leadership-Programme auf Akademiker/innen beschränkt und für welches Klientel zahlt sich der Wettbewerbsvorteil eines Postgraduate Titels ganz besonders aus?

Robert Breitenecker: Wir haben prinzipiell ein postgraduales Weiterbildungsprogramm. Das bedeutet, ein akademischer Abschluss ist eigentlich ein Einstiegskriterium. Man kann aber diesen akademischen Abschluss durch entsprechende Berufserfahrung kompensieren.

Die Teilnehmer/innen bringen ihre eigenen Erfahrungen ein, reflektieren diese, tauschen sich mit anderen in den Programmen aus und gehen dann wissenschaftlich fundiert gestärkt wieder zurück in die Praxis. Wir haben hier einen hohen Transfercharakter. Ich kann in den Übungen und Abschlussarbeiten Themen adressieren, die im Unternehmen brennen und dabei Lösungsvorschläge ausarbeiten und diese wieder in die eigenen berufliche Praxis und die Unternehmen transferieren.

Natürlich hat man in den einzelnen Lehrveranstaltungen eine Teilnehmerkohorte mit einem entsprechenden Erfahrungsschatz. Das schätzen auch unsere Teilnehmer/innen, weil sie dort schon ein entsprechendes Netzwerk zu unterschiedlichen Unternehmen und Branchen bilden.

„Lebenslanges Lernen ist mittlerweile Pflicht und nicht mehr die Kür, wie es möglicherweise in der Vergangenheit war.“

Mag. Gerhard Leitner, MSc
Geschäftsführer LIMAK

Konsequenterweise müsste also jede/r, die/der eine Topposition besitzt oder anstrebt sein Potenzial erweitern und sich, wenn auch häppchenweise, lebenslang weiterbilden?

Gerhard Leitner: Lebenslanges Lernen ist mittlerweile Pflicht und nicht mehr die Kür, wie es möglicherweise in der Vergangenheit war.

 

Robert Breitenecker: In einer schnelllebigen Zeit, in einer globalen Welt, in der man ständig einer globalen Konkurrenz ausgesetzt ist, ist es einfach notwendig, ständig am Laufenden zu bleiben.

 

Gerhard Leitner: Wir sehen uns als lebenslange Lernbegleitung für Führungskräfte und wir bieten das passende Format für die aktuelle Karriere- und Lebenssituation für alle relevanten Management- und Leadership Themen.

Wenn Manager/innen über den Tellerrand blicken wollen und Managementimpulse suchen, jedoch aktuell weniger Zeit zur Verfügung haben, dann passen die Management Spotlights, unser Webinar Abo Angebot, perfekt.

 

Sucht man größtmögliche Flexibilität und kompakte Wissensvermittlung, dann würde sich unser mittlerweile breites Angebot an Online Diplomlehrgängen und Online Akademien eignen, die auf die Masterprogramme anrechenbar sind.

 

Ist man auf der Suche nach einer vertiefenden, akademischen Weiterbildung, um sich vielleicht auf den nächsten Karriereschritt vorzubereiten, dann kann man bei uns zwischen drei Intensitätsstufen wählen: Universitätslehrgänge (ein Semester), MIM – Master in Management (zwei Semester + Masterthesis), MBA (drei Semester + Masterthesis).

Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, an zwei internationalen Study Trips in die USA (San Francisco/Silicon Valley) und nach China (Shanghai/Shenzhen) teilzunehmen und die Weiterbildung als Global Executive MBA abzuschließen.

 

Eine akademische Weiterbildung an der LIMAK ist nichts, was man ganz einfach so nebenbei macht. Sie ist eine bewusste Entscheidung – eine persönliche Investmententscheidung, die zu den verfügbaren Ressourcen passen muss. Diese Entscheidung muss man bewusst treffen. Am Ende des Tages bekommt man aber auch den „Return on Investment“. Bei uns steht der Leistungs- und Qualitätsanspruch ganz oben, darum ist die LIMAK seit Jahrzehnten etabliert.

Am Ende steht immer der erfolgreiche Abschluss, eventuell auch ein Titel. Wie sieht dies konkret aus?

Gerhard Leitner: Bei all unseren Programmen ist die enge Verzahnung von akademisch fundiertem Wissen mit der jeweiligen Praxis der Teilnehmer/innen ein zentrales Merkmal. Nach Durchführung aller Module inklusive dazugehöriger Vor- und Nachbereitungsarbeiten dürfen die Teilnehmer/innen in feierlichen Abschlussveranstaltungen mit der Geschäftsführung ihre Learnings präsentieren und ihr Zertifikat entgegennehmen.

Zirka ein Drittel unserer Kunden wählt dabei sogar die Möglichkeit der Gestaltung ihres Programms mit teilweiser Anrechnung auf einen MBA. So erleben die Teilnehmer/innen das Beste aus beiden Welten – die Entwicklung eines gemeinsamen Führungs- und Managementverständnisses innerhalb des Unternehmens im Rahmen des IN.SPIRE Inhouse Führungskräfteprogramms und einen branchenübergreifenden Austausch mit Personen anderer Unternehmen im Rahmen der anschließenden LIMAK MBA Spezialisierung.

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